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aventus finance - ETF-Forum



ETF-Anlagestrategie



Eine Anlagestrategie beschreibt die Strategie des Kaufens und Verkaufens von Aktien, Anleihen, Optionen, Zertifikate und Fondsprodukten durch eine gezielte, längerfristig ausgerichtete Vorgehensweise zur Erzielung eines möglichst gewinnbringenden Anlageerfolgs an den entsprechenden Finanzmärkten. Die Strategie richtet sich neben objektiven Kriterien, die die fundamentale und die technische Wertpapieranalyse sowie allgemeine Entwicklungsaussichten zu Konjunktur-, Zins- und Wechselkursentwicklung liefern, auch nach finanzieller Situation und persönlichen Präferenzen des Anlegers.

Es gibt normalerweise drei verschiedene Anlagetypen, diese hängen auch eng mit dem Anlagehorizont zusammen, also der geplanten Dauer des eigentlichen Investments: den spekulativen Typen, den mittelfristigen Anleger, und den konservativen Anlegertyp. Diese unterscheiden sich sehr stark durch die Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen, in die sie investieren.

aventus finance verfolgt in der Regel folgende beide Anlagestrategien:

Die Core-Satellite-Strategie

Der große Hauptanteil (Kern- bzw. Core-Investment) des zu investierenden Kapitals wird breit diversifiziert, so zum Beispiel in den STOXX 600. Dieser ist ein nach der Marktkapitalisierung der enthaltenen 600 Unternehmen gewichtender Index und enthält die größten Unternehmen aus 17 europäischen Ländern, bietet also eine sehr breite Diversifizierung. Daneben werden kleinere Teile des Kapitals ("die Satelliten") in Anlagen mit höheren und teilweise sogar sehr hohen Risiken investiert. Vorstellbar ist hier beispielsweise eine Beimischung eines BRIC ETFs oder einzelner Schwellenland ETFs. Je höher der Anteil der Satelliten, desto risikoreicher ist das Gesamtinvestment.

Mit dem Core-Satellite Ansatz wird häufig auch eine Mischung zwischen aktiver und passiver Anlagestrategie beschrieben. So kann ein Indexfonds (ETF) auch "aktive" Elemente enthalten. Dabei soll der größte Teil des Kapitals - der Kern oder Core - nach wie vor in breit diversifizierte Anlagemärkte investiert werden. Damit wird das Risiko reduziert und eine Stabilität zum Vergleichsindex hergestellt.

Mit dem kleineren Teil des Portfolios, den so genannten Satelliten wird nun "aktiv" versucht, über den Kernbereich des Portfolios hinaus zusätzliche Erträge zu erzielen. Für den aktiv verwalteten Teil fällt dann eine Managementgebühr an. Die Kombination von reiner passiver Vermögensanlage auf der einen Seite und aktiven Fonds-Management auf der anderen Seite bedeutet aber auch, dass die reine passive Vermögensanlage verlassen wird.

Mehr zur Core-Satellite-Strategie

Die Buy-and-Hold Strategie

Buy-and-Hold steht für eine passive Anlagestrategie, die auf Schwankungen am Aktienmarkt überhaupt nicht reagiert. Es erfolgt keine aktive Auswahl von Einzeltiteln (Stock-Picking). So sind in der reinen Index-Lehre auch keine Stop-Loss-Orders zugelassen. Die Buy and Hold Strategie bezeichnet die Vorgehensweise von Investoren mit langfristigem Zeithorizont. Ziel ist nicht die kurzfristige Erzielung von Kursgewinnen durch Verkauf über Einstandskurs, sondern ein langfristiger Vermögenszuwachs durch nachhaltige Kurssteigerungen der erworbenen Papiere.

Mehr zu Buy-and-Hold Strategie